Wo Muay Thai draufsteht, sollte auch Muay Thai drin sein!

Die Traditionelle Form und somit der Ursprung des modernen Muay Thai

Muay Thai Boran (inThai: มวยไทยโบราณ, manchmal auch als MuayThai Buran transliteriert) ist der klassische Thaiboxkampf, die traditionelle Form des Muay Thai, dabei bedeutet Boran (โบราณ) „traditionell“, „alt“ (Wortanleihe aus der Pali-Sprache).

Muay Thai Boran ist eine sehr komplexe traditionelle Kampfkunst, welche nicht nur das Kämpfen mit unterschiedlichen Waffen, sondern auch Bewegungen beinhaltet, die weit über die waffenlosen Techniken des heutigen Muay Thai hinausgehen. Diese Techniken basieren auf die Nachahmung der Bewegungen verschiedenster Tiere, die in Formen zusammengefasst sind. So entstanden über die Jahrhunderte wie auch bei anderen Kampfkünsten (aus Indien, China, Vietnam, Malaysien, Indonesien usw.) mehrere Tierformen, wie z.B. die Kranich-, Wasserbüffel-, Kampfhahn- und Tigerform, die zu den heutigen Stilen perfektioniert wurden.

Krabi Krabong (Kurz- und Langwaffe) bezeichnet das Kämpfen mit unterschiedlichen Waffen, wie z.B. Krabi (Säbel), Daab (Schwert), Plong oder Sri Sock (Stock), Ngauw (Stock mit einem kurzem Schwertaufsatz), Dung, Kaen, Mai Sun, und Loh (Schild). Ein weiteres Merkmal dieses klassischen Thaiboxkampfes ist der rituelle Tanz (Wai Khru Ram Muay, Thai: ไหว้ครูรำมวย), den die Kämpfer zu Beginn eines Kampfes aufführen, um ihren Lehrern Respekt zu zollen, sowie die klassische thailändische Musik, die den gesamten Kampf begleitet. Besonders anschaulich dargestellt wird diese Kampfkunst in dem Film "Ong-Bak" mit Tony Jaa.

Cherng Muay: Die Prinzipien des Gebrauchs der natürlichen Waffen (Hände, Füße, Knie, Ellenbogen und Kopf) und deren variablen Kombinationen, die wichtigsten Punkte des Körpers anzugreifen.

Kon Muay Kee: Sind die Möglichkeiten und Techniken der Verteidigung (bei Ausweichen, Blocken, Weiterleiten, Aufnehmen) und Konterangriffe gegen Faustangriffe.

Chap Ko: stehendes Ringen und Nahkampf mit dem Gebrauch von Ellenbogen, Knie, Kopf, Halteriff und Wurftechniken und zu Fall bringen des Gegners .

Mae Mai: die 15 Muttertechniken des Muay-Thai

Look Mai Muay-Thai: die 15 erweiterten Techniken Meistertechniken


Der Block mit dem Schienbein

Kampfstil

 

Stilistisch auffällige Merkmale des Muay Thai sind Ellenbogen, Knietechniken und das Clinchen. Die für Muay Thai bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein, meist auf den Oberschenkel oder Rippenbereich gezielt.

 

Je nach Reglement und Profistufe des Kämpfers können Knietritte zum Kopf zulässig sein. Dabei darf der Kopf des Gegners mit den Fäusten Richtung Boden gezogen werden. Beim Clinchen halten sich die Gegner im stehen, versuchen sich aus dem Gleichgewicht zu bringen und treten mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel des Gegners. Einige Reglements lassen das Fangen und anschließende Halten des gegnerischen Beines zu. Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos durch Ellenbogen- und Knietechniken wird Muay Thai als eine der härtesten Kampfsportarten der Welt bezeichnet. Die Faustschlagtechniken sind ähnlich dem traditionellen europäischen Boxen, es sind aber auch Schläge aus der Drehung zulässig, wobei der Kopf des Gegners mit dem Faustrücken getroffen wird. Einige Stielarten erlauben Würfe. Da die meisten Muay-Thai-Würfe sehr gefährlich sind, verbieten die meisten Regelwerke sie jedoch.


Ellenbogenattacke         Das festhalten des gegnerischen Beines             Der Clinch

Andere asiatische Kampfkünste hatten niemals einen großen Einfluss auf die thailändische Kampfkunst, weil die eigene Kampfkunst so ausgereift war, dass die Thais keinen Sinn darin sahen, ihr fremde Techniken hinzuzufügen.


Wettkampfregeln

  • Erlaubte Techniken

Tritttechniken mit dem Schienbein und/oder Fuß und mit der Ferse Fausttechniken, Backfist (Handrückenschlag) Festhalten des gegnerischen Beins mit Folgetechnik Clinchen Schläge zum Kopf Knie- und Ellbogen-Techniken

  • Nicht erlaubte Techniken

Kopfstöße (in der Urform erlaubt gewesen) Nachschlagen, wenn der Gegner am Boden liegt oder kniet (in Thailand teilweise toleriert) Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf, das Knie, sowie den Unterleib Schlag- und Tritttechniken gegen den Rückenbereich (teilweise toleriert)

  • Kampfkleidung
  • Tiefschutz
  • Kurze Hose
  • Boxhandschuhe (8 oder 10 Unzen)
  • Mundschutz
  • Boxbandage




K-1 ist eine Erweiterung des Kickboxens um diverse Elemente aus anderen Kampfsportarten mit dem Ziel, den Gegner durch KO zu besiegen. Das K leitet sich von den vielen Kampfsportarten die als Anfangsbuchstaben ein K enthalten ab (Karate, Kung Fu, Kempo, Kickboxen; alle Teile der Kakutogi Familie, was in etwa Kampfsport bedeutet).

Zudem ist es ein Wortspiel mit der Abkürzung der Formel 1 (F1), daher rührt auch die Turnierbezeichnung K-1 Grand Prix. Das Reglement des K-1 entstand in den (19)80er Jahren. Es sind verschiedene Techniken aus Karate, Taekwondo, Muay Thai, Kickboxen, Boxen und anderen Kampfsportarten zulässig.

Nicht zulässig sind Clinchen, Bodenkampf oder der Einsatz der Ellenbogen.

K-1 ist keine eigene Stilrichtung wie z. B. Karate. Vielmehr messen sich im K-1 Kämpfer verschiedener Stilrichtungen. So kann es zu einem Kampf zwischen einem Thaiboxer gegen einen Boxer kommen.

K-1-Kämpfe sind im Normalfall auf 3 Runden zu je drei Minuten festgelegt. Die Kampfrichter können jedoch, falls es die Urteilsfindung erleichtert, den Kampf um bis zu 2 Runden auf 5 Runden verlängern. Diese relativ geringe Rundenzahl hängt mit der Turnierregelung zusammen, die nach dem Ausscheidungsprinzip verläuft, sodass ein Kämpfer an einem Abend bis zu drei Kämpfe absolvieren muss.

Die im Vergleich zum Boxen vielfältigeren und gefährlicheren Angriffsmöglichkeiten, die die Chance auf einen langen Kampf ohnehin vermindern, sind ein Grund für die oft spektakulären Kämpfe.

Die Tatsache, dass zwei gewonnene Runden i.d.R. für einen Sieg ausreichen und ein frühzeitiges KO Kräfte für den nächsten Kampf einzusparen hilft, trägt zu einem kurzweiligen Kampfgeschehen bei. Es gibt aber auch Superfights, welche auf 5 Runden angesetzt sind. Neben den normalen K-1-Kämpfen gibt es noch zwei weitere K-1-Varianten:

 

K-1 MAX: Gewichtslimit liegt bei 70.5 kg. Regel wie beim K-1

K-1 Hero's: Hier gelten MMA-Regeln, das heißt Clinchen, Bodenkampf und Einsatz der Ellenbogen erlaubt.

 

Das größte K-1-Turnier der Welt, K-1 World Grand Prix Finale, findet einmal jährlich in Tokio im Tokiodrom statt. In Deutschland gab es bisher nur zwei K-1-Veranstaltungen, und zwar in den Jahren 2000 und 2001. Das Finale fand jeweils in Oberhausen statt. Der Hamburger Frank Otto siegte im Jahr 2000, Mastrojovic aus der Schweiz im Jahr 2001. Einer der bekanntesten K-1-Kämpfer war der Schweizer Andy Hug († 2000). Champion 2007 im Schwergewicht ist Semmy Schilt (NL), Peter Aerts, Jerome le Banner(France), Remy Bonjasky, Ernesto Hoost und andere die ebenfalls aus den Niederlanden und anderen Ländern kommen. Kämpfer in der World MAX Klasse sind Andy Souwer, Buakaw Por. Pramuk und andere gute Fighter.

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